Vom Acker frisch auf den Teller

Heute möchte ich mit Euch einige Erfahrungen und Gedanken teilen zu den Chancen und Risiken auf dem Weg des Gemüses vom Acker auf unsere Teller. Bin ich glücklicher Nutzer eines eigenen Hausgartens, gehe ich wahrscheinlich schauen was gerade reif ist, ernte und verkoche das Gemüse anschließend. In der Solawi und im Handel stellt sich die Frage, wie das Gemüse – insbesondere das empfindliche Gemüse – dennoch frisch in den Haushalt und auf den Tisch kommt. Je länger Gemüse, Obst oder Pilze unterwegs sind, je mehr es ungünstigem Mikroklima ausgesetzt ist (zu trocken, zu nass, zu kalt, zu warm) umso welker, schimmliger oder auch nur unansehnlicher kommt es bei den Kunden an und sorgt für Verstimmung. Im Folgenden möchte ich um mehr Verständnis für die notwendigen Arbeitsschritte in der Lieferkette werben, aber auch Möglichkeiten für machbare Verbesserungen zeigen.

Wenn im kommenden Anbaujahr ein Teil der Solawi-Kulturen direkt in Heinersreuth angebaut werden, werden sich die Verhältnisse rund um Ernte und Auslieferung spürbar verbessern. Warum? Erstens wird es durch die Nähe zum Betriebsstandort der KG besser gelingen, die gepflanzten Kulturen während der Wachstumsphase im Auge zu behalten und zu pflegen. Das gilt ganz besonders für die empfindlichen Kulturen. Der Weg zu Kühlraum und Packstation ist kurz. Eventuell ist zukünftig Selbsternte oder Abholung am Feld machbar. Auch sind Verbesserungen in der „Lieferphase“ denkbar und im Gespräch. In jedem Fall kann ich klar sagen, dass regionaler und ökologischer Anbau eine wichtige und nachhaltige Alternative bietet zum Gang in den (Bio-) Supermarkt. Ich freue mich über Eure Ergänzungen und Eure Kritik in der Kommentarspalte. 

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